Wenn Ideen Wirklichkeit werden: Vom one.award zur KI‑Übersetzung im TYPO3

Nathalie Heeren
21. Januar 2026
ca. 5 Min.
Künstliche Intelligenz
one.intelligence
TYPO3

Manchmal beginnt Innovation nicht mit einer großen Strategie, sondern mit einer kleinen Idee – und einem Wettbewerb. Beim one.award von destination.one können wir Mitarbeitenden jedes Jahr eigene Ideen einreichen, die unseren Arbeitsalltag verbessern oder ganz neue Perspektiven für unsere Kund:innen eröffnen.


Genau dort entstand unsere Idee: Wir, Leon (Webentwicklung) und ich, wollten eine Lösung schaffen, die Redaktionen entlastet und Mehrsprachigkeit im TYPO3‑Backend endlich einfacher macht. Denn in unserer täglichen Arbeit mit unseren Kund:innen haben wir gemerkt, dass viele Redakteur:innen im redaktionellen Alltag mit demselben Problem kämpfen: dem hohen Aufwand bei mehrsprachigen Websites. Inhalte mussten bisher manuell übersetzt, geprüft und wieder eingepflegt werden – ein Prozess, der viel Zeit beanspruchte und bei begrenzten Ressourcen schnell an Grenzen stieß. Die Folge: Nutzung von Drittanbieter-Lösungen, die nicht 100% konform mit unserem one.product funktionieren und keine Möglichkeit von Feinschliff an den Übersetzungen bieten.
 

Warum also sollten Übersetzungen weiterhin manuell erfolgen, wenn KI längst in der Lage ist, diese Aufgaben zu übernehmen?
 

Aus dieser Frage entwickelte sich das Konzept für destination.translate – eine Übersetzungsfunktion, die nahtlos in TYPO3 integriert ist und über unsere one.intelligence platform gesteuert wird.

Vom Einfall zur echten Produktinnovation

Die Idee überzeugte beim one.award: innovativ, praxisnah und mit direktem Nutzen für Kund:innen. Im Unterschied zu gängigen Drittanbieter‑Lösungen wie Deepl, die oft nicht alle Felder oder Seiteneigenschaften im TYPO3‑Backend abdecken, wurde destination.translate von Beginn an so gedacht, dass es vollständig in unsere eigene Produktwelt integriert werden kann – inklusive sämtlicher Custom‑Felder, Sprachvarianten und der Kompatibilität mit dem im TYPO3 von uns genutzten Übersetzungsmodus.

Auf technischer Ebene ist die Lösung mit der one.intelligence platform verbunden. Übersetzungsaufträge werden per API an die Platform geschickt, automatisch im CMS verarbeitet und können anschließend wie gewohnt redaktionell nachbearbeitet werden. Das Ergebnis: Mehrsprachige Inhalte entstehen schneller, konsistenter und mit deutlich geringerem Aufwand. Außerdem können hier über die Anpassung des Übersetzungsprompts der KI die individuellen Anforderungen für Anrede und Tonalität jeder Destination beliebig gesteuert werden.

Was sich im Alltag verändert

Seit der Integration gehören aufwändige Kopier‑ und Prüfschleifen der Vergangenheit an. Teams können mehrere Seiten gleichzeitig übersetzen, Fortschritte live verfolgen und Texte direkt im TYPO3 verfeinern. KI übernimmt die Routine – die Redakteur:innen behalten die Kontrolle und gewinnen wertvolle Zeit für das, was zählt: kreative, emotionale und authentische Geschichten aus ihren Destinationen.

Innovation aus dem Team für das Team

destination.translate ist mehr als nur ein neues Feature – es steht sinnbildlich für den Spirit hinter dem one.award: Mitarbeiter:innen werden ermutigt, Ideen einzubringen, selbst Verantwortung zu übernehmen und unsere Produkte aktiv weiterzudenken.

Was damals als Wettbewerbsbeitrag begann, ist heute fester Bestandteil unserer digitalen Produktwelt – ein Beispiel dafür, wie sehr Teamgeist und Neugier Innovation antreiben können.

 

Zum Abschluss: Mach mit beim nächsten one.award!

Neue Ideen entstehen überall – manchmal zwischen zwei Meetings, manchmal bei einer Tasse Kaffee. Der one.award bietet unseren Mitarbeitenden die Bühne dafür, sie sichtbar zu machen.

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Profilbild Nathalie Heeren
Nathalie Heeren
Projektmanagerin bei destination.one
Seit vielen Jahren ist sie in der Agenturwelt zu Hause und hat in dieser Zeit umfassende Erfahrung im ganzheitlichen Projektmanagement gesammelt – von der strategischen Planung bis zur erfolgreichen Umsetzung von Kommunikationsprojekten jeglicher Art. 2022 fand sie ihren Weg zu destination.one, wo sie heute vorrangig Webprojekte betreut. Dabei legt sie großen Wert darauf, Kund:innen nicht nur zu begleiten, sondern sie auch beratend und zielorientiert zu unterstützen. Neben ihrer Projektarbeit verantwortet sie als Product Ownerin die kontinuierliche Weiterentwicklung des Website-Produkts. Durch die enge Verzahnung von Kundenprojekten und Produktentwicklung schafft sie es, individuelle Anforderungen in nachhaltige Lösungen umzusetzen.