Diese Funktionsweise bringt einige Herausforderungen mit sich. Zum einen entsteht eine gewisse Abhängigkeit. Prompts und Custom GPTs, die man innerhalb von OpenAI erstellt, sind ausschließlich dort nutzbar. Änderungen der Nutzungsbedingungen oder Preise könnten wertvolle Tools für Nutzer:innen in Zukunft unbrauchbar machen.
Gleichzeitig entwickelt sich der Markt für KI-Sprachmodelle rasant: Neue Anbieter treten auf, Marktführer können sich schnell ändern, und die Frage bleibt, welches Modell für individuelle Anforderungen am besten geeignet ist.
Der größte Schwachpunkt ist jedoch die fehlende DSGVO-Konformität. Viele Unternehmen haben bislang kaum Richtlinien im Umgang mit KI, obwohl KI erhebliche Datenschutzrisiken birgt. Als Closed-Source-Software mit Hosting in den USA bleibt unklar, was mit den in OpenAI gespeicherten Daten aktuell und in Zukunft geschieht.
Um eine klare und möglichst sichere Umgangsweise mit Künstlicher Intelligenz zu gewährleisten, hat die EU ein entsprechendes Gesetz formuliert, den EU AI Act. Er definiert Regeln für den Einsatz generativer KI und wird in vollem Umfang 2026 für alle europäischen Akteur:innen bindend. Unternehmen in Deutschland sind verpflichtet, diesen Regeln zu folgen – eine große Herausforderung, die ein tiefes Verständnis und das Mitwirken aller Mitarbeitenden erfordert.