Es ist kurz vor acht Uhr morgens, es wird langsam hell und die Sonne kämpft sich Stück für Stück hinter den verschneiten Gipfeln der Berge nach oben. Sabine zieht den Reißverschluss ihrer Ski-Jacke noch etwas höher. Es ist kalt, der Atem ist sichtbar, doch es soll ein sonniger Wintertag werden. Sie schaut von ihrem Skiverleih an der Gondelstation in Richtung Dorf. Sie sieht die ersten, vereinzelten Autos in Richtung Lift kommen. Aber wie viele Gäste kommen heute wirklich?
Früher war das reines Bauchgefühl. Heute schaut Sabine vor Arbeitsbeginn einmal auf Ihr Smartphone. Dort zeigt ihr der myrateGästeRadar365, dass die Auslastung in ihrer Region für die nächsten Tage deutlich ansteigt. “Dann weiß ich: Ich brauche meine Aushilfen, jetzt werden alle Hände und Ski gebraucht, das lohnt sich!”, sagt sie und klingelt gleich bei ihnen durch, damit sie sich auf den Weg machen.
Ihre Geschichte steht exemplarisch für viele Betriebe, die vom Tourismus leben, ohne klassische Gastgeber zu sein. Sie backen Brötchen, verleihen Fahrräder oder Ski, servieren Cappuccino, verkaufen Souvenirs oder reparieren Boote. Sie sind die stillen Mitgestalter des Urlaubserlebnisses – und doch bleiben sie bei der Planung oft außen vor.